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	<title>Stuttgart: Pressemitteilung zur Besetzung des Tiefenhörsaals - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Conny: kat</title>
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		<updated>2009-11-16T17:13:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kat&lt;/p&gt;
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		<author><name>Conny</name></author>
		
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		<title>141.76.177.130 am 16. November 2009 um 16:54 Uhr</title>
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		<updated>2009-11-16T16:54:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Stuttgart: Pressemitteilung zur Besetzung des Tiefenhörsaals&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Posted by c in Stuttgart on November 16, 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuttgart, 16.11.2009 – AK Bildung&lt;br /&gt;
Sehr geehrte Damen und Herren,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seit heute (16.11.2009) halten 80 Studierende den Tiefenhörsaal der Universität Stuttgart besetzt.&lt;br /&gt;
Wir Studierenden wollen damit unsere Unzufriedenheit mit den Studienbedingungen und dem&lt;br /&gt;
Bildungssystem im Rahmen des „Bundesweiten Bildungsstreiks“ zum Ausdruck bringen. In der&lt;br /&gt;
ganzen BRD sind Hörsäle besetzt, sogar europa­ und weltweit beginnen Studierende gegen die&lt;br /&gt;
Zustände im Bildungswesen aufzubegehren.&lt;br /&gt;
Seit Jahren sind die Missstände im Bildungswesen der BRD bekannt: Chronische&lt;br /&gt;
Unterfinanzierung, Unzureichende personelle Ausstattung, sowie die massiven Probleme die durch&lt;br /&gt;
die im Rahmen des Bolognaprozesses eingeführten neuen Bachelor­/Masterstudiengänge entstanden&lt;br /&gt;
sind. Bereits im Sommer dieses Jahres beteiligten sich 270.000 Menschen in der ganzen BRD an&lt;br /&gt;
Demonstrationen in der Bildungsstreikwoche. Trotz der massenhaften Beteiligung wurden die&lt;br /&gt;
Forderungen der Studierenden, Schülerinnen und Schüler, sowie der Auszubildenden von der Politik&lt;br /&gt;
nahezu vollständig ignoriert.&lt;br /&gt;
Wir machen heute klar, dass wir nicht zu ignorieren sind. Wir solidarisieren uns mit den&lt;br /&gt;
Besetzungen und kämpfen für die Verbesserung des Bildungswesens.&lt;br /&gt;
Kritik an Studienbedingungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es geht nicht um ein paar kleinere ’Problemchen’ im Bildungswesen, das Bildungssystem als&lt;br /&gt;
Ganzes steckt in einer Krise. Die vergangenen Reformen und Umstrukturierungen im&lt;br /&gt;
Bildungswesen führten keine Verbesserung der Situation herbei, sondern verschärften&lt;br /&gt;
beispielsweise durch Studiengebühren die soziale Selektion. Die Einführung der&lt;br /&gt;
Bachelor­/Masterstudiengänge führte zur Verschulung des Studiums, welches in dieser Form ein&lt;br /&gt;
wirklich wissenschaftliches Arbeiten und Lernen unmöglich macht. Der Prüfungs­ und Zeitdruck in&lt;br /&gt;
diesen Studiengängen hat katastrophale Auswirkungen, viele Studierende ächzen unter der Last der&lt;br /&gt;
Prüfungsordnungen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Studien auf die psychisch&lt;br /&gt;
katastrophalen Auswirkungen durch die Situation der Studierenden an der Universität eindrücklich&lt;br /&gt;
hinweisen. Nicht nur die Einnahme von Antidepressiva, sondern auch der Konsum&lt;br /&gt;
leistungssteigernder Mittel wie Ritalin ist verglichen mit nichtstudentischen Altersgenossen&lt;br /&gt;
signifikant erhöht. Die psychologischen Beratungsstellen an den Universitäten erhalten vielerorts&lt;br /&gt;
massiven Zulauf“, so Ruwen Stricker vom AK Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studierenden fordern deshalb die Abschaffung der Studiengebühren sowie die sofortige&lt;br /&gt;
Umgestaltung des Bachelor­/Mastersystems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur die soziale Ungerechtigkeit im Bildungsswesen und die gescheiterte Reform der&lt;br /&gt;
Studiengänge treibt die Studierenden auf die Bar rikaden. Auch die herrschenden finanziellen&lt;br /&gt;
Rahmenbedingungen und die daraus resultierenden Folgen bewegen Studierende dazu, sich an den&lt;br /&gt;
Besetzungen zu beteiligen:&lt;br /&gt;
„Die finanzielle Austrocknung der Universitäten treibt diese in einen ruinösen Wettbewerb um&lt;br /&gt;
Gelder aus der Exzellenzinitiative, bei dem die eigentliche Funktion der Universitäten, Wissenschaft&lt;br /&gt;
und Forschung in der Breite zu betreiben, immer mehr betriebswirtschaftlichen Überlegungen&lt;br /&gt;
geopfert wird. Ökonomisch scheinbar irrelevante Studiengänge geraten zunehmend auf die&lt;br /&gt;
Streichlisten, wobei insbesondere die Geisteswissenschaften von dieser Entwicklung betroffen&lt;br /&gt;
sind“, so Nils Langer, Student der Luft­und Raumfahrttechnik und aktiv in der Besetzung.&lt;br /&gt;
Masterplan weiterhin aktuell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die finanziell katastrophale Lage der Universität Stuttgart liefert ein deutliches Beispiel für eine&lt;br /&gt;
derartige Entwicklung. Im Sommer kamen Pläne des Universitätsrektors Wolfram Ressel in die&lt;br /&gt;
Öffentlichkeit, die vorsahen 24 Professuren umzuwidmen, um die Chancen auf Gelder aus der&lt;br /&gt;
Exzellenzinitiative zu erhöhen. Insbesondere die Geisteswissenschaften sind durch diese Pläne in&lt;br /&gt;
der Substanz bedroht. Die Proteste der Studierenden führte zunächst dazu, dass weitere konkrete&lt;br /&gt;
Planungen in Kommisssionen ohne studentische Beteiligung verschoben wurden.&lt;br /&gt;
„Bis dato haben wir keinerlei Informationen wie sich die Planungen entwickeln. Wir befürchten&lt;br /&gt;
jedoch, dass die neuen Pläne alter Wein in neuen Schläuchen ist. Die drohenden weiteren&lt;br /&gt;
finanziellen Kürzungen deuten eindeutig in diese Richtung. Bislang gab es keine Zusicherung von&lt;br /&gt;
Seiten des Rektorats. Wir fordern den Rektor dazu auf, endlich Stellung zu beziehen und sich in&lt;br /&gt;
unserem Interesse einzusetzen. Als Repräsentant der Universität muss er unsere Interessen auch&lt;br /&gt;
gegenüber der Landesregierung offensiv vertreten. Dies bedeutet eine solide staatliche Finanzierung&lt;br /&gt;
der Universität, für die das Land aufkommen muss, einzufordern. Diese würde ein Weiterbestehen&lt;br /&gt;
der Geisteswissenschaften, wenn nicht gar deren Ausbau ermöglichen“, so Vanessa Gold, die sich&lt;br /&gt;
unter anderem in der Initiative Volluniversität engagier t und die Besetzung mitträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Studierenden fordern die Aufgabe jeglicher Pläne die zur Streichung von Professorenstellen in&lt;br /&gt;
den Geisteswissenschaften und eine solide staatliche Grundausstattung der Hochschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitskreise der Faveve:&lt;br /&gt;
Initiative Volluni, AK Bildung&lt;br /&gt;
Kontakt:&lt;br /&gt;
0711 – 685 81701&lt;br /&gt;
ak­bildung­info@faveve.uni­stuttgart.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
____&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gefunden: http://www.faveve.uni-stuttgart.de/ak-bildung/wp/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>141.76.177.130</name></author>
		
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