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	<title>Sorbonne-Erklärung 1998 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in POT81</subtitle>
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		<id>https://pot81.de/wiki81/index.php?title=Sorbonne-Erkl%C3%A4rung_1998&amp;diff=4548&amp;oldid=prev</id>
		<title>141.76.176.227 am 17. November 2009 um 22:24 Uhr</title>
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		<updated>2009-11-17T22:24:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Sorbonne-Erklärung                    Gemeinsame      Erklärung    zur     Harmonisierung       der&lt;br /&gt;
                                      Architektur der europäischen Hochschulbildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                                                  Paris, Sorbonne, dem 25. Mai 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Prozeß ist in letzter Zeit um einige bedeutende Schritte weiter vorangetrieben&lt;br /&gt;
worden. So wichtig diese aber auch sein mag: man sollte nicht vergessen, daß Europa nicht&lt;br /&gt;
nur das Europa des Euro, der Banken und der Wirtschaft ist; &lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:red&amp;quot;&amp;gt;es muß auch ein Europa des&lt;br /&gt;
Wissens sein.&amp;lt;/p&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wir müssen auf die intellektuellen, kulturellen, sozialen und technischen Di-&lt;br /&gt;
mensionen unseres Kontinents bauen und sie stärken. Sie sind in großem Maße von ihren U-&lt;br /&gt;
niversitäten geprägt worden, die weiterhin eine ganz entscheidende Rolle in deren Entwick-&lt;br /&gt;
lung spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universitäten wurden in Europa vor ungefähr 750 Jahren gegründet. Unsere vier Länder&lt;br /&gt;
sind stolz darauf, über einige der ältesten zu verfügen, die jetzt wichtige Jubiläen feiern, wie&lt;br /&gt;
die Universität von Paris es heute tut.Damals reisten Studenten und Wissenschaftler umher&lt;br /&gt;
und verbreiteten in kurzer Zeit ihr Wissen auf dem gesamten Kontinent. Heutzutage absolvie-&lt;br /&gt;
ren zu viele unserer Studenten ihr Hochschulstudium, ohne den Vorteil zu nutzen, einen Teil&lt;br /&gt;
der Studienzeit im Ausland zu verbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen uns auch einer Zeit grundlegender Veränderungen im Bildungsbereich und am Ar-&lt;br /&gt;
beitsplatz gegenüber, einer Diversifizierung der Berufsausbildung, in der lebenslanges Lernen&lt;br /&gt;
zu einer ganz klaren Verpflichtung wird. &lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:red&amp;quot;&amp;gt;Wir schulden unseren Studenten und unserer Gesell-&lt;br /&gt;
schaft insgesamt ein Hochschulsystem, in dem ihnen die besten Möglichkeiten geboten wer-&lt;br /&gt;
den, den Platz zu suchen und zu finden, für den sie am besten geeignet sind.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein offener europäischer Raum für Hochschulbildung birgt zahlreiche positive Perspektiven,&lt;br /&gt;
wobei natürlich unsere Unterschiede berücksichtigt werden müssen; auf der anderen Seite ist&lt;br /&gt;
es erforderlich, sich stets darum zu bemühen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und Rah-&lt;br /&gt;
menbedingungen für das Lernen und Lehren zu schaffen, um die Mobilität zu steigern und&lt;br /&gt;
eine noch engere Zusammenarbeit fördern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationale Anerkennung und Attraktivität unserer Bildungssysteme hängen unmittel-&lt;br /&gt;
bar damit zusammen, wie diese von außen und von innen gesehen werden. Es scheint ein Sys-&lt;br /&gt;
tem zu entstehen, in dem zwei große Zyklen, Stud ium und Postgraduiertenstudium, für den&lt;br /&gt;
internationalen Vergleich und die Feststellung von Entsprechungen anerkannt werden sollten.&lt;br /&gt;
Die Besonderheiten und die Flexibilität dieses Systems werden insbesondere durch die An-&lt;br /&gt;
rechnung von Studienleistungen (wie bei dem Europäische Programm zur Anrechnung von&lt;br /&gt;
Studienleistungen, ECTS) und Semestern erzielt. Somit können Leistungen derer anerkannt&lt;br /&gt;
werden, die während ihrer Aus- oder Weiterbildung verschiedene europäische Universitäten&lt;br /&gt;
besuchen wollen und in der Lage sein möchten, in angemessener Zeit einen akademischen&lt;br /&gt;
Abschluß zu erwerben. Studenten sollten tatsächlich in der Lage sein, zu jedem Zeitpunkt&lt;br /&gt;
ihrer berufliche Karriere und mit unterschiedlichen Erfahrungen Zugang zur Hochschule zu&lt;br /&gt;
finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:red&amp;quot;&amp;gt;Studenten sollte der Zugang zu unterschiedlichsten Studiengänge sowie auch zu multidis-&lt;br /&gt;
ziplinären Studien ermöglicht werden; sie sollten in die Lage versetzt werden, sich Fremd-&lt;br /&gt;
sprachenkenntnisse anzueignen und neue Informationstechnologien anzuwenden.&amp;lt;/p&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationa le Anerkennung des ersten Abschlusses als angemessene berufliche Qualifi-&lt;br /&gt;
kation ist wichtig für den Erfolg dieses Unternehmens, mit dem wir uns darum bemühen, die&lt;br /&gt;
Ausbildung an unseren Hochschulen für alle verständlich zu machen.&lt;br /&gt;
Im Postgraduiertenzyklus könnte zwischen einem kürzeren Master-Studium und einer länge-&lt;br /&gt;
ren Promotion mit Übergangsmöglichkeiten zwischen beiden gewählt werden. Bei beiden&lt;br /&gt;
Postgraduiertenabschlüssen wird besonderes Gewicht auf Forschung und eigenständiges Ar-&lt;br /&gt;
beiten gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl vor als auch nach dem ersten Hochschulabschluß sollten Studenten dazu ermutigt&lt;br /&gt;
werden, mindestens ein Semester an einer Universität im Ausland zu studieren. Gleichzeitig&lt;br /&gt;
sollten mehr Dozenten und Wissenschaftler in anderen europäischen Ländern als ihren Her-&lt;br /&gt;
kunftsländern arbeiten. Die stetig wachsende Unterstützung der Europäischen Union für die&lt;br /&gt;
Mobilität der Studenten und Dozenten sollte voll ausgeschöpft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Länder, nicht nur in Europa, haben erkannt, daß diese Entwicklung unterstützt&lt;br /&gt;
werden sollte. Auf den Konferenzen der europäischen Rektoren, der Universitätspräsidenten,&lt;br /&gt;
Gruppen von Experten und Wissenschaftlern in unseren jeweiligen Ländern hat man sich ein-&lt;br /&gt;
gehend mit diesem Thema befaßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztes Jahr ist in Lissabon ein Abkommen zur Anerkennung von Hochschulabschlüssen in-&lt;br /&gt;
nerhalb Europas verabschiedet worden. Das Abkommen beinhaltet einige grundlegende An-&lt;br /&gt;
forderungen und stellt fest, daß die einzelnen Länder noch konstruktiver zusammen arbeiten&lt;br /&gt;
könnten. Wenn man diese Schlußfolgerungen beherzigt, kann man darauf aufbauen und noch&lt;br /&gt;
weiter gehen. Durch die entsprechenden Richtlinien der Europäischen Union ist im Bereich&lt;br /&gt;
der gegenseitigen Anerkennung berufsqualifizierender Hochschulabschlüsse schon viel er-&lt;br /&gt;
reicht worden. &lt;br /&gt;
&amp;lt;p style=&amp;quot;background-color:red&amp;quot;&amp;gt;Dennoch müssen unsere Regierungen noch einiges tun, um Mittel und Wege&lt;br /&gt;
zu finden, damit erbrachte Studienleistungen angerechnet und die jeweiligen akademischen&lt;br /&gt;
Abschlüsse schneller anerkannt werden. Wir gehen davon aus, daß zu diesem Zweck zusätzli-&lt;br /&gt;
che Abkommen zwischen Universitäten geschlossen werden.&amp;lt;/p&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine progressive Harmonisierung der gesamten Rahmenbedingungen für unsere akademischen Abschlüsse und Ausbil-&lt;br /&gt;
dungszyklen kann dadurch erzielt werden, daß bereits gesammelte Erfahrungen, gemeinsame&lt;br /&gt;
Diplome, Pilot-Initiativen und der Dialog aller Betroffenen in verstärktem Maße gefördert&lt;br /&gt;
werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verpflichten uns hiermit, uns für einen gemeinsamen Rahmen einzusetzen, um so die An-&lt;br /&gt;
erkennung akademischer Abschlüsse im Ausland, die Mobilität der Studenten sowie auch ihre&lt;br /&gt;
Vermittelbarkeit am Arbeitsmarkt zu fördern.&lt;br /&gt;
Das Jubiläum der Universität von Paris, heute hier an der Sorbonne, gibt uns nun den ehren-&lt;br /&gt;
vollen Anlaß, uns darum zu bemühen, einen europäischen Raum für Hochschulbildung zu&lt;br /&gt;
schaffen, in dem nationale Identitäten und gemeinsame Interessen interagieren und sich g                                 e-&lt;br /&gt;
genseitig stärken können zum Wohle Europas, seiner Studenten und seiner Bürger allgemein.&lt;br /&gt;
Wir rufen andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union und andere europäische Staaten&lt;br /&gt;
dazu auf, uns in diesem Bemühen zu unterstützen und rufen alle europäischen Universit äten&lt;br /&gt;
dazu auf, die Position Europas in der Welt durch ständig verbesserte und moderne Bildung für&lt;br /&gt;
seine Bürger zu festigen.&lt;br /&gt;
Claude ALLEGRE                  Luigi BERLINGUER                 Tessa BLACKSTONE            Jürgen RÜTTGERS&lt;br /&gt;
Minister für Bildung Fo rschung Minister für öffentlichen Unter- Minister für Höhere Bildung Minister      für     Bildung,&lt;br /&gt;
und Technologie (Frankreich)    richt, Universitäten und For-    (Großbritannien)            Wissenschaft, Fo rschung und&lt;br /&gt;
                                schung (It alien)                                            Technologie (Deutschland)&lt;/div&gt;</summary>
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