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	<title>Horst Köhler zum Uni Jubiläum in Leipzig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in POT81</subtitle>
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		<title>Nulinuli am 2. Dezember 2009 um 19:32 Uhr</title>
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		<updated>2009-12-02T19:32:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #222; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 19:32, 2. Dez 2009&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l1&quot; &gt;Zeile 1:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 1:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&#039;diff-marker&#039;&gt;−&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #222; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&lt;/del&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot;&gt; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Nulinuli</name></author>
		
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		<title>Nulinuli am 2. Dezember 2009 um 19:30 Uhr</title>
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		<updated>2009-12-02T19:30:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler zum 600-jährigen Bestehen&lt;br /&gt;
der Universität Leipzig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
02.12.2009&lt;br /&gt;
Leipzig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Änderungen vorbehalten. Es gilt das gesprochene Wort. -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir feiern heute den 600. Geburtstag der Universität Leipzig -&lt;br /&gt;
herzlichen Glückwunsch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
600 Jahre: Das sind 20 Generationen von Lehrenden und Lernenden, 20&lt;br /&gt;
Generationen wissenschaftliche Neugier, Streben nach Erkenntnis,&lt;br /&gt;
Bemühen darum, Wissen zu erwerben, weiterzugeben und zu vermehren zur&lt;br /&gt;
&amp;quot;Erleuchtung der Welt&amp;quot; - wie Sie die große Jubiläumsschau &amp;quot;Sachsen und&lt;br /&gt;
der Beginn der modernen Wissenschaften&amp;quot; genannt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
600 Jahre - das bedeutet aber auch: 20 Generationen lang Irrtum, mal&lt;br /&gt;
fruchtbar, mal furchtbar - furchtbar vor allem da, wo ideologisch&lt;br /&gt;
verblendet. 20 Generationen Emanzipation der Universität von&lt;br /&gt;
geistlichen und irdischen Autoritäten, 20 Generationen mit&lt;br /&gt;
hunderttausendfachem persönlichem Ringen, sich zu bilden und einen&lt;br /&gt;
guten Weg ins Leben zu finden. Wer heute hier forscht, lehrt oder&lt;br /&gt;
studiert, ist Teil dieser Geschichte und wird dabei - wie ich denke -&lt;br /&gt;
zu einem guten Kapitel gehören und beitragen. Darum lohnt es sich,&lt;br /&gt;
nicht nur die 600 Jahre feiernd zu bedenken, sondern zugleich auch&lt;br /&gt;
über die eigene Lage zu reflektieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie heißt es in Thomas Manns Buddenbrooks doch so treffend: &amp;quot;Die&lt;br /&gt;
Vergangenheit zu feiern ist hübsch, wenn man, was Gegenwart und&lt;br /&gt;
Zukunft betrifft, guter Dinge ist&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können wir guter Dinge sein, was Gegenwart und Zukunft unserer&lt;br /&gt;
Hochschulen betrifft?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier im Paulinum wird noch kräftig gebaut. Ich wünsche Leipzig ein&lt;br /&gt;
Ergebnis, dass dann doch möglichst alle überzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das deutsche Hochschulsystem befindet sich im Umbau. Die&lt;br /&gt;
Notwendigkeit dieses Umbaus ist unbestritten: zu lange Studienzeiten,&lt;br /&gt;
zu viele Abbrecher, zu schlechte Studienbedingungen, zu wenig&lt;br /&gt;
Unterstützungsangebote, zu wenig Chancengerechtigkeit: So konnte es&lt;br /&gt;
nicht weitergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte Baustelle im deutschen Hochschulwesen - daran haben uns die&lt;br /&gt;
Studierendenproteste gerade erst wieder erinnert - heißt derzeit&lt;br /&gt;
zweifellos &amp;quot;Bologna&amp;quot;. Ehrgeizige Ziele verbinden sich damit: die&lt;br /&gt;
Schaffung eines Europäischen Hochschulraums, in dem Studierende&lt;br /&gt;
problemlos von Ort zu Ort, von Land zu Land wechseln und Absolventen&lt;br /&gt;
vergleichbare Abschlüsse vorzeigen können, kürzere Studienzeiten,&lt;br /&gt;
höhere Erfolgsquoten, bessere Arbeitsmarktchancen. In Deutschland soll&lt;br /&gt;
Bologna nicht zuletzt eine Antwort auf die Frage geben, wie sich&lt;br /&gt;
möglichst viele junge Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten&lt;br /&gt;
umfassend bilden und auf die anspruchsvollen Berufe der Zukunft&lt;br /&gt;
vorbereiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klingt gut, aber mit der Umsetzung sind wir nach zehn Jahren&lt;br /&gt;
längst nicht da, wo wir sein sollten. Sicher: Reformen brauchen Zeit,&lt;br /&gt;
aber sie brauchen vor allem auch Ernsthaftigkeit, den Willen, als&lt;br /&gt;
richtig erkannte Ziele auch konsequent umzusetzen. Für die&lt;br /&gt;
Bologna-Reform wie für das Megathema Bildung insgesamt gilt: Wir&lt;br /&gt;
brauchen an vielen Stellen mehr Ehrgeiz und mehr Mitmacher! Die Frage,&lt;br /&gt;
wie wir unsere Hochschulen weiterentwickeln, ist auch ein Lackmus-Test&lt;br /&gt;
dafür, wie ernst wir es wirklich meinen mit dem Ziel: der&lt;br /&gt;
Zukunftsfähigkeit unseres Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fangen wir bei den Finanzen an. Wer im Bund und vor allem in den&lt;br /&gt;
Ländern geglaubt hat, man könnte das Hochschulwesen kostenneutral&lt;br /&gt;
umbauen, ja vielleicht sogar durch die Einführung der&lt;br /&gt;
Bachelor-Studiengänge Geld sparen, der sei daran erinnert:&lt;br /&gt;
Deutschlands Aufwendungen für den Hochschulbereich sind seit Jahren&lt;br /&gt;
unterdurchschnittlich, die chronische Unterfinanzierung wird in&lt;br /&gt;
schlechten Betreuungsquoten, maroden Gebäuden und mangelnder&lt;br /&gt;
Infrastruktur für Forschung und Lehre sichtbar. Das ist eine Botschaft&lt;br /&gt;
auch an die Studierenden - und es ist die falsche Botschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Hochschulen mehr jungen Menschen offenstehen sollen - auch&lt;br /&gt;
solchen, die nicht auf dem klassischen Weg über das Abitur kommen -,&lt;br /&gt;
wenn die Betreuung in den Hochschulen insgesamt wirklich besser werden&lt;br /&gt;
soll, dann brauchen wir mehr engagiert Lehrende. Es muss doch zu&lt;br /&gt;
denken geben, dass die Zahl der Professoren in den vergangenen Jahren&lt;br /&gt;
keineswegs im gleichen Verhältnis wie die der Studierenden gewachsen&lt;br /&gt;
ist. Eine gute Betreuung und eine aktive Teilhabe der Studierenden an&lt;br /&gt;
der Forschung sind so nicht möglich. Wir müssen endlich mehr tun für&lt;br /&gt;
die Qualität der Lehre. Es gibt schon erfreulich viele Ansätze im&lt;br /&gt;
Kleinen, aber das Grundsatzproblem, dass gute Forschung sich auszahlt,&lt;br /&gt;
gute Lehre aber kaum, ist nach wie vor ungelöst. Wir brauchen endlich&lt;br /&gt;
eine Exzellenzinitiative für die Lehre. Ich wünsche mir, dass künftig&lt;br /&gt;
über die Exzellenz von Hochschulen auch anhand der Qualität ihrer&lt;br /&gt;
Lehre geurteilt wird. Ich wünsche mir Hochschulen, für deren&lt;br /&gt;
Selbstbild exzellente Studienbedingungen denselben Rang haben wie&lt;br /&gt;
exzellente Forschungsergebnisse. Erst wer beides zusammen erreicht,&lt;br /&gt;
kann wirklich Vorbild sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bund und Länder haben sich darauf verständigt, zehn Prozent des&lt;br /&gt;
Bruttoinlandsprodukts für Bildung und Forschung zu investieren. Gut&lt;br /&gt;
so! Wenn nun aber so lange gerechnet wird, bis das Ziel nominal&lt;br /&gt;
erreicht scheint, ohne wirklich mehr Geld in die Hand zu nehmen, dann&lt;br /&gt;
lässt das daran zweifeln, ob den Worten wirklich Taten folgen. Wir&lt;br /&gt;
brauchen die Kraft, Prioritäten zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gilt für Bund und Länder. Aber die Länder sind - zumal nach der&lt;br /&gt;
Föderalismusreform - die Hauptzuständigen für die Hochschulen. Vor&lt;br /&gt;
allem sie müssen das Thema zur Chefsache machen und können die&lt;br /&gt;
Verantwortung nicht einfach weiterreichen an die Hochschulen, denen&lt;br /&gt;
sie zwar mehr Freiheit gewährt haben, ohne das aber wirklich mit einem&lt;br /&gt;
neuen Aufbruchsimpuls und mit den nötigen Ressourcen zu unterlegen.&lt;br /&gt;
Manche Hochschulen haben den Reformauftrag dann auch nur nach der&lt;br /&gt;
Devise umgesetzt: &amp;quot;Alter Wein in neuen, übervollen Schläuchen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muss einen dann die Klage der Studierenden nicht wundern, dass das&lt;br /&gt;
enge Korsett mancher Studien- und Prüfungsordnungen ihnen zu wenig&lt;br /&gt;
Freiraum gibt, ja ihnen bisweilen die Luft abschnürt; dass Leistungen,&lt;br /&gt;
die sie anderenorts im In- oder Ausland erbracht haben, nicht oder nur&lt;br /&gt;
mühevoll anerkannt werden, dass hochspezialisierte Studiengänge kaum&lt;br /&gt;
anschlussfähig sind. Da haben an vielen Stellen immer wieder viele auf&lt;br /&gt;
andere gesetzt. Und deshalb ist jetzt auch wechselseitiges&lt;br /&gt;
Fingerzeigen wenig hilfreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber mir ist auch wichtig festzuhalten: Es gibt Fakultäten und&lt;br /&gt;
Hochschulen, die Reformen ernsthaft angepackt und sehr gute&lt;br /&gt;
Erfahrungen damit gemacht haben. Davon kann man lernen. Und man sollte&lt;br /&gt;
sich - wie das an vielen Hochschulen schon geschieht - mit den&lt;br /&gt;
Beteiligten an einen Tisch setzen und offen und gemeinsam konkrete&lt;br /&gt;
Verbesserungen besprechen. Ich finde zum Beispiel das Memorandum&lt;br /&gt;
interessant, das vergangenen Donnerstag die Rektorinnen und Rektoren&lt;br /&gt;
der nordrhein-westfälischen Universitäten zur weiteren Umsetzung des&lt;br /&gt;
Bologna-Prozesses verabredet haben. Sie sagen darin: Es ist bei der&lt;br /&gt;
Reform viel Gutes gelungen, aber es gibt auch Probleme und mögliche&lt;br /&gt;
Fehlentwicklungen. Also muss der Stand der Reformen überprüft werden&lt;br /&gt;
und gehören alle an einen Tisch, auch Vertreter der Studierenden, um&lt;br /&gt;
eine umfassende Bestandsaufnahme zu erarbeiten und zu verabreden, wie&lt;br /&gt;
die nötigen Verbesserungen erreicht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir macht auch Mut, dass es immer mehr Professoren gibt, die sagen:&lt;br /&gt;
Ja, die Lehre ist zeit- und kraftraubender geworden; ich muss Themen&lt;br /&gt;
aufbereiten, die eigentlich nicht zu meinen Steckenpferden gehören.&lt;br /&gt;
Dafür aber treffe ich in den neuen Lehrveranstaltungen auf&lt;br /&gt;
Studierende, die zu unterrichten auch mehr Freude und Gewinn bringt.&lt;br /&gt;
Und auch unter den Studierenden gibt es - allen aktuellen Klagen zum&lt;br /&gt;
Trotz - nicht nur unzufriedene im Studium. Viele aber sind unsicher,&lt;br /&gt;
welche Chancen sie mit dem Bachelor auf dem Arbeitsmarkt haben. Die&lt;br /&gt;
Wirtschaft hat schon vor einigen Jahren die Devise ausgegeben:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Bachelor welcome&amp;quot;. Das finde ich gut. Nun liegt es in der&lt;br /&gt;
Verantwortung der Unternehmen, ernst damit zu machen. Ich rufe Ihnen&lt;br /&gt;
zu: Machen Sie die Arme auf für die Absolventen, aber greifen Sie den&lt;br /&gt;
jungen Leuten auch unter die Arme: im Studium mit Stipendien und mit&lt;br /&gt;
fairen Praktika, mit besserem &amp;quot;Training on the Job&amp;quot; und passgenauen&lt;br /&gt;
Weiterbildungsangeboten. Auch Sie tragen Verantwortung für die&lt;br /&gt;
Bildungsrepublik! Und wenn wir dem Reden von Wachstumspolitik in&lt;br /&gt;
Deutschland wirklich Sinn und Inhalt geben wollen, dann müssen wir vor&lt;br /&gt;
allem über die bestmögliche Bildungspolitik reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf vielen Ebenen muss also mehr dafür getan werden, unser&lt;br /&gt;
Hochschulwesen auf die Höhe der Zeit zu bringen. Das sind wir den&lt;br /&gt;
jungen Leuten schuldig, das sind wir aber auch unserem Land schuldig:&lt;br /&gt;
Denn Deutschlands Zukunft wird wesentlich von denjenigen geprägt, die&lt;br /&gt;
heute und morgen unsere Hochschulen durchlaufen. Wir alle haben ein&lt;br /&gt;
Interesse daran, dass sich möglichst viele junge Menschen in der&lt;br /&gt;
Universität fundiert bilden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehört auch die Freiheit und die Zeit, im Studium nicht nur&lt;br /&gt;
Fakten und Methoden wissenschaftlichen Arbeitens zu erlernen, sondern&lt;br /&gt;
auch über das &amp;quot;Wozu&amp;quot; nachzudenken: über Sein und Sollen der&lt;br /&gt;
Wissenschaft. Wissen ohne Verantwortung, Bildung ohne Herzensbildung&lt;br /&gt;
ist - der Apostel Paulus möge mir die Anlehnung an seinen&lt;br /&gt;
Korintherbrief vergeben - &amp;quot;hohl und leer, ohne jeden Klang.&amp;quot; Geist und&lt;br /&gt;
Geistlichkeit gehören zusammen - ich finde: hier im Paulinum, wo&lt;br /&gt;
künftig Aula und Altar unter einem Dach vereint sind, wird dies auf&lt;br /&gt;
besondere Weise sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer baut, glaubt an die Zukunft. Hier im Paulinum wie in unserem&lt;br /&gt;
Hochschulwesen insgesamt muss noch einiges auf- und umgebaut werden,&lt;br /&gt;
aber ich bin zuversichtlich, dass wir einen Geist und eine Struktur&lt;br /&gt;
schaffen können, die in die Zukunft tragen. In diesem Sinne wünsche&lt;br /&gt;
ich der Leipziger Universität stellvertretend für alle Hochschulen im&lt;br /&gt;
Lande: Vivat, crescat, floreat!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nulinuli</name></author>
		
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